Kategorie: Tibetische Geschichten

Der böse Blick

Der böse Blick

Ein Mann hatte sich in die Einsamkeit der Berge im Osten von Tibet zurückgezogen, um sich in der tantrischen Praxis des >Abschneidens< zu üben. Chöd nennen die Tibeter diese Praxis, was buchstäblich >schneiden< bedeutet, denn hierbei geht es darum, sich von allen gedanklichen Projektionen abzuschneiden, die das ungetrübt klare Sein und Bewusst sein überlagern. (mehr …)

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Der wundersame Hundezahn

 

ES WAR EINMAL EINE ALTE FRAU, deren Sohn sich den Unterhalt mit Tauschgeschäften in Indien und Tibet verdiente. Der junge Mann wollte sich gerade wieder einer Karawane von Indienreisenden anschließen, als seine Mutter sich mit folgender Bitte an ihn wandte: “Bodh Gaya ist der Ort, an dem der Buddha Gautam Siddharta erleuchtet wurde, deshalb bitte ich dich, mir etwas aus Bodh Gaya (in Indien) mitzubringen.

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Die Flussüberquerung

 

ZWEI MÖNCHE AUF DER PILGERSCHAFT kamen eines Tages an einen reißenden Fluss, an dessen Ufer eine alte, leprakranke Frau hockte. Flehend hob die lepröse Gestalt ihre wund nassen Hände hoch und bat die Mönche, ihr bei der Überquerung des Flusses zu helfen. Der erste Mönch wandte sich ab, angeekelt von dem Gestank der ansteckenden Krankheit. Er raffte seine Roben und watete zum anderen Ufer des Flusses. (mehr …)

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