Eine Klangschale ist eine in der Form annähernd halbkugelförmige Schale aus einem schweren Material von geringer Dämpfung. Klangschalen stammen ursprünglich aus dem fernöstlichen Raum, vornehmlich aus Tibet, Nepal, China, Japan und Indien. Der Ursprung der Klangschalen wird in Indien und im Himalaja vermutet, im Gebiet des heutigen Tibet. Buddha soll mit einer Klangschale abgebildet worden sein. Sie spielen deswegen im buddhistischen Leben vor allem bei religiösen Zeremonien eine nicht zu unterschätzende Rolle, wenn es darum geht, Räume mit Klang zu füllen. Jeder Mönch besitzt jedoch nur eine solche Schale; über ihre Verwendung gibt es offenbar keine näheren Informationen. Traditionell werden sie aus mehreren Metallen (Legierung) hergestellt, und zwar in der Regel aus Kupfer, Eisen, Zinn, Blei, Quecksilber, Silber und Gold.

Die Glücksschärpe, Katha

Sie ist Symbol für Höflichkeit und Segen, Zeichen einfacher Kultiviertheit, Geste des Anbietens und Empfanges, ein höflicher Austausch. Sie fehlt bei keiner Zeremonie. Sie ist meistens weiß, manchmal orange oder goldgelb. Die schönsten bestehen aus Seide mit eingewebter Mani-Formel und den acht Glück bringenden Zeichen. Sie ist fast ausschließlich den höchsten religiösen Würdenträgern und bedeutenden Persönlichkeiten vorbehalten. Die Einfacheren und Verbreiterten Schärpen sind auch aus Seide, aber von bescheidenerer Dimension. Heute sind sie nur noch Symbole eines Symbols und bestehen nur noch aus Baumwolle oder synthetischem Gewebe und sind kleiner. Sie hat viele Bedeutungen:
· Sie wird einer höheren gestellten Person z. B. einem Lama mit gefalteten, zur Stirn erhobenen Händen und unter zeremonieller Verneigung dargeboten(Respekt und guter Wille)
· Wenn sie zurückgereicht wird, dann bewahrt sie der Eigentümer wie ein Talisman auf.
· Wenn eine andere Schärpe als Gegengabe geboten wird, so gilt dies als Unterpfand des Schutzes, begleitet von kostbaren Wünschen.
· Unter gleichgestellten erfolgt der Austausch in der Höhe der Schulter.
· Einem viel jüngeren wird sie um den Hals gelegt.

Die Gebetskette, Mala

Sie ist einer der wichtigsten Attribute des Pilgers wie auch einiger Gottheiten. Sie besteht aus 108 Perlen und wird zum Zählen der Wiederholungen eines Gebetes verwendet. Die Gebetsformeln differieren leicht je nach Schule oder Gottheit. Eine weit verbreitete Praxis besteht darin diesen Mantra 1000000 Mal zu wiederholen, zum Zweck der Reinigung oder um Verdienst anzuhäufen. Diese Übung macht außerdem das Denken klar und ruhig, eine unerlässliche Vorbereitung zur Meditation. Es hat vier Merkzeichen, Tschaturmaharadscha genannt, da die Tibeter Angst haben sich zu verzählen. Das sind grössere Perlen oder auch Symbole als Anhänger. Der Mala kann aus fast jedem Material gemacht werden z.B. aus Glas, Stein oder Elfenbein. Die tantrischen Meister benutzen oft Gebetsketten aus Knochen. Die Farbe ist jedoch wichtig, sie sollte diese Farbe haben, die der gewählten Gottheit zugeordnet ist. Wird die Kette nicht zum Beten genutzt, ist sie meistens als Armband am linken Handgelenk.

8 Glückssymbole

Schirm: Er schützt vor negativen Einflüssen und geht auf gaben zurück, die Buddha überreicht wurden, als er die Erleuchtung fand.
Siegesbanner: Es symbolisiert den Triumph der Lehre über die Unwissenheit.
Die weise, rechtsdrehende Muschel: Sie wird als Horn geblasen um die Erleuchtung Buddhas zu verkünden.
Goldene Fische: Sie symbolisieren die Befreiung des Geistes aus dem Ozean des Samsara
Goldenes achtspeichiges Rad: Es steht für den edlen achtfachen Pfad der Lehre
Vase mit den Schätzen: Es verkörpert die spirituellen Juwelen der Erleuchtung
Lotusblüte: Sie ist Symbol der absoluten Reinheit, denn sie wächst in ungetrübter Schönheit aus dem Sumpf empor. Es geht wie alle anderen auf ein Geschenk zurückgeht, das dem Buddha nach seiner Erleuchtung überreicht wurde.
Unendlicher Knoten: Er ist ein glückverheißendes Symbol der immerwährenden Verbundenheit, unendliche Liebe und Harmonie versinnbildlicht.

Gebetsfahnen

Tibet ist mit Gebetsfahnen übersät – es gibt mehr Fahnen als Bäume. Die mit Mantras beschrifteten Baumwolltücher flattern überall: auf Bergpässen, an Hängebrücken, vor Nomadenzelten, an den Stirnen von Yaks oder vor Klosteranlagen. Sie sind aus Stoff und haben die Farben Gelb, Weiß, Rot und Blau, welche den fünf Elementen, den fünf sinnen oder den fünf Weisheiten entsprechen. Sie bringen Glück, bewahren die Gesundheit, indem sie vor Krankheit, Bösen Blicken, Dämonen oder Unglück schützen, und schließlich Dank ausdrücken für ein erfülltes Gelübde oder eine unerwartete Wohltat. Am häufigsten wird das Windpferd, Lungta, Träger des alle Wünsche erfüllenden Juwels auf den Fahnen abgebildet. Man kann darauf den Namen schreiben, dem die von den Winden zugetragenen Wünsche bestimmt sind. Der verfügbare Platz ist voller heiliger oder magischer Formeln, und gewöhnlich beschützen die vier ecken Tiger, Löwe, Drache und der mythische Vogel Garuda.

Kleine Gebetsmühle

Die Gebetsmühle wird im öffentlichen Bereich benützt, aber ist auch der beste Begleiter des Pilgers. Sie besteht meistens aus einem, meist metallischen, Hohlzylinder mit eingravierten mystischen Zeichen oder Gebeten. Um sie zu tragen hat sie einen Griff bei der Mittelachse. In ihnen werden auf Papier oder Pergament geschriebene heilige Texte oder Formeln eingeschlossen. Man setzt die Mühle in Richtung des Sonnenlaufs in Bewegung, und jede Umdrehung entspricht einer Lesung des im Innern befindlichen Gebets. Manche haben zusätzliche Effekte wie z. B. ein kleines Gegengewicht, das an einer Kette in halber Höhe des Metallkörpers angebracht ist und die Bewegungen des Pilgers umsetzt. Die Mühlen haben verschiedene Formen, Farben und Verzierungen.

Große Gebetsmühle

Sie haben auch meist ein metallischen Hohlzylinder mit Zeichen oder gebeten darauf. Sie sind aber an einem Sockel befestigt und die Achse ist an beiden Enden mit einem Fortsatz versehen. Die Gebetsmühlen sind entlang der Außenmauer der Heiligtümer in Handhöhe aufgestellt und diese können imposante Dimensionen erreichen. Gegen die Unbilden des Wetters werden sie durch ein Dach geschützt oder in ein so genanntes Wachhaus installiert. Rundum ist Raum für die Gläubigen ausgespart, durch den sie die sich drehende Mühle, deren Außenwanderung mit heiligen Mantras geschmückt ist, begleiten können. So wird also durch einen oder mehreren Handstösse angetrieben, die dazu dienen, das Rad in Bewegung zu setzen. In der Nähe von Bächen werden die Mühlen häufig mit Wasserkraft in Bewegung gehalten.

Der Altar

Ob es sich um einen Hausaltar oder um einen Altar im Heiligtum handelt, für die tägliche Praxis des Gläubigen sind gewöhnlich vier Darstellungen unbedingt notwendig: Eine des Buddha, Statue oder Bild, begleitet von Avalokiteschvara, dem großen Barmherzigen, Tara der Inkarnation der Aktivitäten des Buddha, und Atschala, der Gottheit, die Hindernisse beseitigt. Vor diesen Darstellungen liegen die Opfergaben(meistens Wasser und licht): Nahrungsmittel und Früchte oder Blumen, in sieben Ritualgefässen klares Wasser, Kerzen in Tiegeln. Neben den Opfergaben befinden sich auch viele andere Gegenstände wie z.B. Donnerkeil und Glocke, kleine Räder oder verzierte Tritonsmuscheln. Bei den Opfergaben ist Absicht, die hinter dem Darbringen der Opfergabe liegt, viel wichtiger als die Handlung. Der Dalai Lama machte folgende Bemerkung: Leute wie wir hängen viel zu sehr von äußeren Dingen ab, wie Statuen, Weihrauch etc….Wenn aber diese Dinge keine Wirkung auf den Geist ausüben, sind sie zu nichts nutze.