Das Tripitaka ist die „heilige Schrift“ der Buddhisten. Nach jahrhundertelanger mündlicher Überlieferung entschließen sich Mönche die heiligen Worte Buddhas schriftlich festzuhalten. Die erfahrensten Mönche aus Sri Lanka trafen sich im 1. Jahrhundert vor unserer Zeit in einem Tempel und schrieben die gesamten Texte auf tausend getrockneten Palmblättern in der indischen Sprache Pali nieder. Doch innerhalb 200 Jahren verrotteten die Blätter und die Schrift musste mehrmals neu abgeschrieben werden. Es ist jedoch keineswegs die einzige heilige Schrift. Das buddhistische Buch nämlich gibt es nicht. Reisende Mönche trugen vom 3. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung an die Lehren Buddhas in den gesamten asiatischen Raum, schrieben sie in verschiedenen Sprachen auf, übersetzten, erweiterten und deuteten die Botschaften neu. Heute füllt allein die gedruckte chinesische Fassung knapp 100 Bände mit je 1000 Seiten. Die Bibel im Vergleich hat nur knapp 1300 Seiten.

Samsara:

Unter Samsara versteht man den fortlaufenden Kreislauf des Lebens aus Tod und Geburt, Werden und Vergehen. Das Ziel eines Buddhisten ist es, den Kreislauf zu verlassen. Alle Wesen sind im Kreislauf des Lebens gefangen. Erst das Erkennen & Überwinden des Karmas ermöglicht ein Verlassen des Kreislaufs.

Bodhi:

Bodhi wird als Vorgang des Erwachens, oft ungenau mit dem unbuddhistischen Begriff Erleuchtung wiedergegeben. Um zu erwachen gibt es drei Voraussetzungen:
– das vollständige Begreifen der vier edlen Wahrheiten
– die Überwindung aller an das Dasein bindenden Bedürfnisse und Täuschungen
– und das Vergehen aller karmischen Kräfte.
Durch Bodhi wird der Kreislauf des Lebens und Leidens (Samsara) verlassen und das Nirvana erlangt. Es gibt drei Arten von Bodhi:
– Pacceka-Bodhi: durch eigene Bemühungen, ohne Lehrer. Der Erwachte heißt Pratyeka-Buddha.
– Savako-Bodhi: mit Hilfe von Lehrern. Der Erwachte wird Arhat genannt.
– und Samma-Sambodhi: Vollkommener Erwachter, perfekte, mitfühlendste und allwissende Form eines Buddhas.

Nirvana:

Nirvana ist die höchste Verwicklungsstufe des Bewusstseins, in der jede Ich-Anhaftung und alle Vorstellungen und Konzepte erloschen sind. Nirvana kann man nicht in Worten beschreiben, man muss es selbst erlebt haben um es sich vorstellen zu können. Es ist kein Ort, kein Paradies, kein Himmel, aber auch kein „Nichts“, wie viele Menschen glauben. Das endgültige Verlöschen im Nirvana nach dem Tod wird Parinirvana genannt.

Achtsamkeit:

Achtsamkeit bedeutet ganz in der Gegenwart sein und sich seiner Gefühle, Gedanken und Handlungen völlig bewusst zu sein. Die Achtsamkeit spielt eine wichtige Rolle bei der Mediation. Den normalen Gläubigen sollen diese Übungen helfen, die Sinne zu schärfen.