In der Beziehung zwischen Zen Meister und Schüler begegnet man am häufigsten der Tatsache, dass der Schüler daran gehindert wird, durch den Gebrauch seines eigenen Willens und seines eigenen Urteilens weiterzukommen. Die meisten Aussprüche der Zen-Meister haben dies zum Gegenstand und versuchen, dem Schüler deutlich zu machen, dass er eine grundsätzlich falsche Erfahrung von sich selbst und seinen Fähigkeiten hat.

1.) „Wenn die Karre stehen bleibt“ sagte Huai-Jang, Zen-Meister von Ma-Tsu, „peitscht du dann die Karre oder den Ochsen?“ Und er fügte hinzu: „Wenn man Tao aus der Sicht des Erschaffens und Vernichtens, des Sammelns und Zerstreuens sieht, dann sieht man Tao nicht wirklich.“ Wenn das oben Gesagte über das Peitschen der Karre oder des Ochsen dunkel geblieben ist, gibt vielleicht ein anderes Mondo (Frage und Antwort) die gleiche Tatsache auf andere Weise wieder:

2.) Ein Mönch fragt Pai-Chang: „Wer ist Buddha?“ Pai-Chang antwortet: „Wer bist du?“

3.) Ein Mönch will wissen, was Prajna (die Weisheits-Schau des Zen) ist. Der Meister antwortet ruhig: „ Der Schnee fällt schnell und alles ist in Nebel gehüllt.“

4.) Ein Zen Meister sagte zu seinem Schüler: „Geh und hole mir meinen Rhinozeroshorn-fächer.“ Schüler: „Es tut mir leid, Meister, er ist zerbrochen.“ Meister: „ Nun gut, dann hole mir das Rhinozeros“.

5.) Der Laie Ho fragte Baso: „Wenn alle Dinge zu dem Einen zurückkehren, wohin geht dann der eine zurück?“ Baso erwiderte:“ Darauf werde ich antworten, wenn du die Wasser des Weste-Flusses in einem Zuge ausgetrunken hast.“ Ho sagte: „ Ich habe bereits die Wasser des Weste-Flusses in einem Zuge ausgetrunken.“ „Dann habe ich es dir auch schon gesagt“, versetzte Baso.

Zitat

Suzuki zitiert auch häufig den Satz Eckharts. „ Das Auge, in dem ich Gott sehe, das ist dasselbe Auge, darin mich Gott sieht……..”