Zen- Buddhismus ist eine buddhistische Schule der Meditation, die in China und später in Japan aus der Verschmelzung des indischen Mahajana-Buddhismus und dem chinesischen Taoismus entstand.

Der japanische Begriff Zen entwickelte sich aus dem chinesischen Ch’an, das vom Sanskrit-Wort dhyana abgeleitet ist.
Erstaunlich ist, dass der Zen-Buddhismus in den letzten Jahrzehnten in Europa immer stärkeren Einfluss gewonnen hat und zunehmend weiter gewinnt. Eine verbreitete Sehnsucht nach Stille und Konzentration in unserer lauten, oberflächlichen Welt drückt sich hier deutlich aus.

Indische Mönche brachten das Wissen nach China, von dort gelangte es nach Japan, das neben China seit Jahrhunderten bis heute als Heimat des Zen – Buddhismus gilt.

Zen ist eine „Richtung“ innerhalb des Buddhismus und bedeutet „Selbstversenkung“. Es gibt drei große Richtungen oder Schulen des Buddhismus, Hinayana, Mahayana und Vajrayana. Zen ist eine Sonderform des Mahayana-Buddhismus. Es ist eine Lehre, wie der Mensch durch Meditation zum Zustand der Erleuchtung gelangen soll.
Alles Gewicht wird auf die Ausübung der Meditation gelegt. Mit dieser Betonung der Innenschau und der Geringschätzung von Kult, Gebet und heiligen Schriften bleibt diese Form noch am ehesten in den Bahnen des ursprünglichen Buddhismus. Durch Selbstversenkung soll, ohne Vermittlung von Schrift und Wort, das Eins-sein des Menschen mit Buddha erkannt werden.

 

Die Unterschiede zwischen Freud und Leid, Geburt und Tod, Weisheit und Torheit verschwinden. Tiefe Gemütsruhe stellt sich ein. Dem Gläubigen erschließt sich echte Buddha-Weisheit. Wie der ursprüngliche Buddhismus ist auch der Zen-Buddhismus keine Religion für die breite Masse. Es war vor allem die Kriegerkaste, die ihn pflegte. Selbstbeherrschung, Geringschätzung des Lebens, Verachtung des Todes, die den japanischen Soldaten auszeichnen, verdanken ihre geheimnisvolle Kraft dem Zen-Buddhismus.

Wenn auch der Kult im Zen-Buddhismus nur geringen Raum einnimmt, so fehlt er in der Praxis doch nicht ganz. Die Lebensführung des Zenisten erinnert an Buddhas Grundsätze des mittleren Weges.

Im ganzen gesehen hat die Zen-Shu wie der Zen Buddhismus auch genannt wird, durch die von ihr geforderte strenge Selbstzucht und die Beherrschung des Willens und alles Körperlichen starken erzieherischen Einfluss, besonders in den führenden Schichten Japans, ausgeübt.