Za-Zen nennt man das unbewegte Sitzen. (uninteressiertes, unbezogenes Sitzen) Es geht zurück auf Buddhas Verweilen unter dem Bodhi –Baum vor seiner Erleuchtung, vor dem Erwachen. In Japan, anders als in Tibet, im Himalya und in Südostasien, gibt es viele Menschen aus den verschiedensten Berufen und Gesellschaftsschichten, die täglich Za-Zen ausüben. Es ist ihnen, wie sie sagen, zur zweiten Natur geworden, genauer gesagt, zur eigentlichen Natur. Denn man spürt diese Zen-Haltung auch in ihrem alltäglichen Umgang und in ihrem Verhalten. Sie brauchen dazu weder ein Kloster noch eine Laiengemeinschaft. Zen ist ihr, aus Za-Zen erwachsendes, ganz gegenwartbezogenes Bewusstsein. Ihre häusliche Umgebung ist dabei sehr hilfreich. Die fast möbellosen Räume, die Sitzmatten anstelle unserer Stühle und Sessel, die das Leben von vornherein in die Ebene und Haltung des Za-Zen verlegen, schaffen bessere Voraussetzung für den vermittelnden Umgang mit Körper und Geist.

Hauptmerkmal von Zen ist, dass es alle Systematisierungen und Theorien ablehnt, um so weit wie möglich auf den reinen und ungegliederten Grund unmittelbarer Erfahrungen zurückzukommen. Zen strebt nicht danach, absolut sichere Feststellungen über die Erfahrung zu treffen, sondern es bemüht sich um direkten Wirklichkeits-Kontakt ohne Vermittlung von logischen Aussagen.

Schulen
Die beiden bedeutendsten Schulen des Zen sind die Rinzai-Schule und die Soto-Schule in Japan. Letztere legt größeren Wert auf die Meditation selbst, während erstere Meditationsprobleme anhand von Dialogen erörtert. Die Schüler der Soto-Schule sind gehalten, ihr Verständnis für eine Antwort des Lehrers in nonverbaler, direkter Form – z. B. durch Zeigen – im Rahmen eines Einzelgesprächs zu verdeutlichen.